• OB intensiv Seminar in Schöftland AG, 12.1.19, Infos

  • Jive besteht seine erste BH 2 Prüfung, Infos

  • Hoopers SchnupperSeminar, 27.1. in Gurzelen BE, Infos

  • Stefan und Avery steigen ins OB 2 auf mit 272,5 Punkten, "riesenfreu"

  • Matthias gewinnt den L1 und läuft auf Platz 2 im Jumping, "megastolzbin"

  • SchaSu AnfängerSeminar, 20.1. in Gurzelen BE, Infos

  • Ninja im OB2 in Bellach, 2. Rang, Video, Infos

  • OB Prüfungsgruppen freuen sich auf Verstärkung, Do 9:00 Uhr, 18:00 Uhr in Gurzelen BE, Infos

  • 1. DummySport Prüfung in Menziken, Infos

  • Juhu SchaSu Richterprüfung bestanden!

  • Neuer Tricklikurs Mittwoch 9:00 Uhr, Info

 

 

 

Schaztsuche (SchaSu)

 

Der Ursprung von SchaSu ist die Zielobjektsuche, kurz ZOS, aus Deutschland und wurde von Ina und Thomas Baumann in Anlehnung an die Spührhundearbeit ins Leben gerufen. Das Ziel war, das beste Organ des Hundes die Nase, gezielt zu fördern und auszulasten. Diese Art der Sucharbeit soll ohne grossen Aufwand für Jedermann möglich sein. Es ist die Suche nach Kleinstgegenständen, diese Gegenstände können sowohl im Alltag zu Hause, als auch auf dem Spaziergang überall versteckt werden.

Mensch und Hund sind im SchaSu aufeinander angewiesen, dies fördert den Team Zusammenhalt. Der Mensch versteckt den Gegenstand und leitet den Hund in der Suche an, der Hund darf seinem natürlichen Suchtrieb folgen. Die Freude über den gemeinsamen Sucherfolg ist gross.

 

In der Schweiz gibt es vier Turnierklassen im SchaSu (Beginners, 1, 2 und 3). Beginners suchen zwei Brockenhaufen ab, im 1 und 2 wird je ein Brockenhaufen, eine Zone und eine Schatztruhengasse abgesucht, die Klasse 3 ist im Moment im Umbruch, deshalb verzichte ich auf eine genau Beschreibung. Schasu steht unter dem Patronat von Polydog. Es wird in drei Suchlagen unterteilt, der Brockenhaufen, die Zone und die Schatztruhengasse, der Hund darf bei allen Arbeiten angeleint suchen. Auf Turnieren sind pro Suchlage 100 Punkte möglich, es wird jeweils in Suche 30 Punkte und Anzeige 70 Punkte unterteilt.

 

In der Nase des Hundes sind Rezeptoren für viele verschiedene Gerüche angelegt, diese müssen aber beansprucht werden um sich richtig auszubilden. Wenn der Hund seine Nase nicht trainieren kann werden viele dieser Rezeptoren sich nie entwickeln.

 

Die Zusammenarbeit bei einer Suche ist geprägt von zwei Komponenten, die im ganzen Zusammenleben von zentraler Bedeutung sind, das Anleiten des Hundes und das Vertrauen um dem Hund die nötige Freiheit zu gewähren. Positiv ist auch, dass sich SchaSu für Hunde jeder Art, Grösse und Alters eignet. Angsthasen werden den Brockenhaufen immer mutiger begehen, da die Konzentration voll auf die Suche gerichtet ist. Hippelige Hunde und Machos werden im Suchtraining ruhiger und fokussierter werden.

Was wird gesucht? Für Turniere ist die Gegenstands Grösse beschränkt auf max. 15 cm2 Fläche und 1cm Höhe, privat können natürlich auch grössere Gegenstände versteckt werden, man sollte bedenken das die Anforderung wächst, je kleiner der Gegenstand ist. An Material ist fast alles erlaubt, Papier, Karton, Stoff, Filz sind nicht geeignet da sie vom Wind davon geweht oder vom Regen aufgeweicht werden. Einfach sind Materialien die auch Geruch abgeben, wie Leder, Gummi, Holz... Schwieriger wird es mit Materialien wie Glas, Metall, Münze... Zu Beginn arbeite ich nur mit einem Material, beschaffe mir mehrere gleiche Gegenstände aus diesem Material und bewahre diese in einem Behälter zusammen auf. Später wenn ich mit verschiedenen Materialien arbeite ist es von Vorteil diese in jeweils verschiedene Behälter zu tun. Der Geruch den der Hund sucht nimmt dieser als Bild wahr, dieses Geruchsbild besteht aus verschiedene Komponenten: Materialgeruch, Individualgeruch des Menschen, Aufbewahrungsbehälter, Geruch der diversen Verstecke, Hundegeruch, Leckerligeruch, Materialgeruch verändert sich mit der Zeit auch durch Witterungseinflüsse, dieses Gesamtbild sucht der Hund.

Der Hund soll den gefundene Gegenstand passiv anzeigen, das heisst er legt sich mit der Nase möglichst nahe am Gegenstand auf den Boden und verharrt so mindestens 5 Sekunden. Sobald der Hund Anzeigt, hebt der Mensch die Hand, nach 3 bis 5 Sekunden wird die Anzeige durch den Richter bestätigt. Die Anzeige ist der erste Lernschritt des Hundes. Bei den Fortgeschrittenen wird jeweils ein Verleitgegenstand versteckt oder in der Zone ausgelegt, welcher der Mensch ein paar Sekunden in der Hand hatte und vom Hund nicht angezeigt werden darf. Ebenso muss der Mensch jeweils einen vom Richter bestimmten Gegenstand, eine Schatztruhe oder den Boden in der Zone mit der Hand anfassen, was ebenfalls eine Verleitung durch Eigengeruch darstellt.

 

Der Brockenhaufen besteht aus allem was unter anderem im Keller rumliegt, Teppiche, Kleinmöbel, Ziegel- oder Betonsteine, Gartenplatten, Gummimatten, Holzpaletten, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, die Grösse beträgt 200 m2. Der Gegenstand wird bei Anfängern bis 1cm tief, später bis 5cm tief unter einem Gegenstand versteckt. Anfangs sucht der Hund einzelne Gegenstände ab, mit der Zeit dürfen es immer mehr werden. Bei routinierteren Hunden sind die Gegenstände auch gestapelt damit er verschiedene Ebenen absuchen kann, ebenso besteht die Möglichkeit, dass er irgendwo rauf oder rein klettern muss. Natürlich soll der Brockenhaufen immer für den Hund sicher begehbar sein.

Die Zone ist ein mit Band markiertes Wiesenstück von 200 m2 Grösse. Der Bewuchs soll mindestens so hoch sein, dass der Gegenstand nicht gesehen wird. Bei den Anfängern ca Knöchelhoch, bei den Fortgeschrittenen bis Kniehoch. Das Rechteck wird in der Mitte durch einen 1m breiten Streifen geteilt, dieser ist markiert oder gemäht. Auf diesem Streifen darf sich der Mensch bewegen, die Fläche wird vom Hund abgesucht.

Die Schatztruhengasse besteht aus 6 bis 10 Behälter, in Klasse 1 sind die Behälter einheitlich und innen leer, rundum sind 4 bis 8 Löcher verteilt. Der Hund muss sich für ein Loch entscheiden und dieses anzeigen. In den Klassen 2 und 3 dürfen die Behälter unterschiedlich sein, sie haben 5 bis 7 Löcher. Hinter jedem Loch befindet sich ein dichtes Behältnis, so riecht der Hund seinen Gegenstand nur am richtigen Loch und muss auch dieses anzeigen.

Im Alltag macht es Spass für den Hund überall wo sie sich gerade aufhalten Verstecke zu finden. Ob im Haus, Garten, Wald, Park lassen sie ihrer Fantasie freien Lauf.

Seit 2015 betreibe ich mit meinen Hunden SchaSu, Begley hat noch mit 12 Jahren seine Begeisterung für SchaSu entdeckt und die Klasse 1 bestanden. Boogie und Jive dürfen demnächst in der Klasse 2 starten und Easy hat die Klasse 2 bereits bestanden. Wir sind alle vom SchaSu Virus infiziert und haben bereits einige Flying-Paws Teams mit unserer Begeisterung angesteckt. Letztes Jahr habe ich die Trainerausbildung absolviert, zur Zeit befinde ich mich in der Ausbildung zum Richter und freue mich über viele motivierte SchaSu Teams.

Schlüsselanhänger fertige ich mit verschiedenen Schlüsselringen oder Karabiner.

 

Bringsel